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Verzicht auf jahrelange Aufbewahrungspflicht für Lieferscheine

Weiteres Element zum Bürokratieabbau auf den Weg gebracht: Verzicht auf jahrelange Aufbewahrungspflicht für Lieferscheine


Auf Initiative des bayr. Finanzministers Georg Fahrenschon hat sich der Finanzausschuss des Bundesrates heute mit den steuerlichen Aufbewahrungspflichten für Lieferscheine befasst. Er hat den Vorschlag des bayerischen Finanzministers zugestimmt, auf die jahrelange Aufbewahrungspflicht für kleine und mittlere Unternehmen und für Freiberufler zu verzichten. „Damit haben wir einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Steuervereinfachung und zur Entlastung unserer Unternehmen von unnötiger Bürokratie erreicht“, erklärte Finanzminister Georg Fahrenschon am Donnerstag (3. März).

Der Gesetzentwurf für ein Steuervereinfachungsgesetz 2011 sieht bereits durch die Gleichstellung der elektronischen Rechnung mit der Rechnung auf herkömmlichem Papier erhebliche Vereinfachungen vor. Durch diese werden die Unternehmen um rund 4 Milliarden Bürokratiekosten entlastet. Mit dem weitgehenden Verzicht der steuerlichen Aufbewahrungsfrist für Lieferscheine „setzen wir noch eins drauf.“, so Fahrenschon

Bislang sind Lieferscheine 6 bzw. 10 Jahre aufzubewahren, auch wenn der Inhalt in den Rechnungen dokumentiert ist. Künftig endet die Frist bei empfangenen Lieferscheinen mit Erhalt der Rechnung und bei abgesendeten Lieferscheinen mit Versand der Rechnung. Nach Handelsrecht Buchführungspflichtige müssen diese zwar weiterhin länger aufbewahren. „Wir müssen sehen, ob auch hier mehr Flexibilität möglich sein wird.“, sagte Fahrenschon abschließend.



Pressemitteilung bayr. Finanzministeroim vom 03.03.2011